Der Glockenturm

Die Raisdorfer Friedensglocke Raisdorfer Glockenturm

Auf Initiative des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes in  Raisdorf konnte ein Stück Raisdorfer Geschichte wieder lebendig gemacht werden, die die Gemeinde Raisdorf nachhaltig verändert und beeinflusst hat.

Auf dem Gelände des ehemaligen Barackenlagers Karkkamp, gegenüber dem Hotel Rosenheim, ist der Glockenturm des alten Lagers wiedererstanden. Mit ihm verbunden ist die Erinnerung an die Nachkriegszeit und die gesellschaftlichen Veränderungen durch Zuzug unzähliger Heimatvertriebenen und Flüchtlinge.  

Wiedergabe der Gedenktafelinschrift:

 An dieser Stelle stand am Ende des 2.Weltkrieges ein Barackenlager, das in den Kriegsjahren der Unterbringung von ausländischen Arbeitskräften diente, die in Kieler Industriebetrieben arbeiteten. Nach dem Krieg zogen Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten in die Baracken ein. Durch den plötzlichen Einwohnerzuwachs veränderte sich die bäuerliche Struktur des Dorfes.

In einer Baracke richteten die Bewohner mit ihrem schlesischen Pastor Rudolf Fitzner einen Kirchenraum ein, dem sie den Namen "St. Martins Kapelle" gaben und leiteten damit die Gründung einer eigenen Kirchengemeinde in Raisdorf ein.

 

Raisdorfer Friedensglocke1949/50 bauten sie mit Hilfe von Spenden Raisdorfer Bürger einen Holzturm, von dem die ehemalige Schiffsglocke das Kreuzers "S.M.S. Stralsund" Freud und Leid verkündete und die Gläubigen zum Gottesdienst rief. Der Glockenturm wurde 1960 abgerissen.

Die Wiedererrichtung das Glockenturmes im Jahre 2005 durch den Schleswig-Holsteinischen Heimatbund Raisdorf soll an diese Zeit der Ortsgeschichte erinnern.